Terrassenüberdachung Baugenehmigung

Für den Bau einer Terrassenüberdachung sind sowohl das private, als auch das öffentliche Baurecht von Belang. Weder dürfen die privaten Rechte potentieller Nachbarn verletzt, noch die Vorschriften des öffentlichen Baurechts missachtet werden. Ihr zuständiges Bauamt prüft das Bauvorhaben auf Rechtmäßigkeit und erteilt eine Baugenehmigung wenn alle Bedingungen erfüllt werden. Es gibt auch Bauvorhaben, die von einer Baugenehmigung ausgenommen sind.

Für Sie stellt sich daher die Frage:

Benötige ich für den Bau meiner Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern ist von folgenden Fragen abhängig:

  • Welchen Umfang hat mein Bauvorhaben (Größe, Höhe, etc)?
  • Welche Regelung gilt in meinem Bundesland?
  • Wie sind die Grundstücksbegebenheiten

Baugenehmigung nach Bundesland oder Region

Die Regularien zu diesem Thema sind bundesweit uneinheitlich. In vielen Fällen weichen die Bauplanungsrechte zwischen Regionen und Gemeinden ab. Daher ist es abhängig von Ihrem Ort, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist. Jede Region in unserem Einzugsgebiet hat ein eigenes Bauamt und somit auch eigene Baurechte.

Wir haben hier für Sie die einzelnen Bundesländer in unserem Einzugsgebiet mit den entsprechenden Vorgaben für eine genehmigungsfreie Terrassenüberdachung aufgelistet:

  • Nordrhein-Westfalen – bis zu einer Fläche von 30 m² und einer Tiefe von 4,5 Metern – NEU seit Juli 2018!
  • Niedersachsen – bis zu einer Fläche von 30 m² und einer Tiefe von 3 Metern
  • Hessen – Gebäudeklassen 1 bis 3 mit einem Mindestabstand von 3 Metern zur Nachbargrenze und unter Vorbehalt des Abschnitts V Nr. 3 § 55 HBO
  • Rheinland-Pfalz – bis zu 50 m³ unbeheizter Raum

Dennoch ist es unserer Meinung nach der beste Rat, sich genau beim zuständigen Bauamt über die baurechtlichen und bauplanungsrechtlichen Bestimmungen zu informieren. Lassen Sie sich bestmöglich beraten und holen Sie sich eine amtliche Bestätigung darüber ein, dass keine Baugenehmigung erforderlich ist.

Oft ist nicht nur die Terrassenüberdachungsgröße relevant, sondern auch die Abstände zu Grundstücksgrenzen.

Genehmigungsfreie Terrassenüberdachung

Auch gibt es Pflichten beim Bau einer genehmigungsfreien Terrassenüberdachung. Treten Sie vorab mit dem Bauamt in Verbindung und kündigen Sie Ihren Bauan. Das Bauamt informiert Sie darüber, was Sie zu berücksichtigen haben. In der Regel sind das die Vorschriften aus dem Baurecht Ihrer Gemeinde.

Folgende Punkte könnten Sie eventuell beim Bau einschränken:

  • Bebauungsplan
  • Mindestabstände zum Nachbarn (i.d.R. 3 m)
  • Schneelastgrenzen
  • statische Anforderungen
  • zugelassene Baustoffe
  • Brandschutzbestimmungen
  • Denkmalschutz
  • Belüftung und Belichtung der hinter der Überdachung liegenden Aufenthaltsräume des Gebäudes

Wie ist die Verhaltensweise bezüglich etwaiger Nachbarn?

Versuchen Sie im Voraus eine unterzeichnete Zustimmung bzw. Genehmigung von jedem Nachbarn zu erhalten. So lassen sich zukünftige Streitigkeiten von Anfang an vermeiden. Wichtig ist es insbesondere dann, wenn beispielsweise Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Werden alle Vorschriften eingehalten, reicht es den Nachbarn mit einer Kopie der Baugenehmigung über das Bauvorhaben zu informieren

Korrekte Vorgehensweise beim Bauantrag

Ist nun tatsächlich eine Baugenehmigung erforderlich, werden sie einen Bauantrag bei Ihrem Amt stellen müssen.

Zum Bauantrag wird regelmäßig folgendes benötigt:

  • Vollständig ausgearbeitetes Bauantragsformular
  • Bauzeichnung
  • Beschreibung des Bauvorhabens
  • Kostenkalkulation
  • Statische Berechnung vom Statiker
  • Lageplan des Baugrundstücks vom Vermessungsamt, aktuell
  • Finanzen zum Begleichen der Bauantragskosten
  • Da diese Dokumente zwischen den einzelnen Bauämtern abweichen empfiehlt sich, das mit dem zuständigen Bauamt vorab zu klären.

Für ein vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren (alle Bauvorhaben außer Sonderbauten) gibt es ebenfalls Formulare. Hier benötigen Sie die Unterzeichnung eines Statikers oder Architekten.

Bauen ohne Genehmigung – Welche Folgen kann ich erwarten?

Es drohen gemeinhin Bußgelder und im schlechtest Fall sogar Rückbau oder Abriss.
Daher macht es Sinn, sich vorab mit einer Genehmigung entsprechend abzusichern.

Die Option einer nachträglichen Baugenehmigung gibt es für den Fall, dass Sie schon eine Terrassenüberdachung ohne eine Genehmigung gebaut haben. Die hierfür erforderlichen Unterlagen entsprechen denen des normalen Bauantrags. Aber auch diese kann mit einer zusätzlichen Strafzahlung verbunden sein. Wenn die Terrassenüberdachung sich als nicht genehmigungsfähig herausstellt, muss auch hier mit Abriss oder Rückbau gerechnet werden.

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